• Roland

Klösterli Weincafe, 14. Dezember 2021

Das Klösterli ist mittlerweile weit über die Stadtgrenze bekannt und hat sich über die Jahre einen festen Platz in der Berner Gastroszene erarbeitet. Hans & Paul waren schon einmal

zu Gast in den alten Gemäuern, das ist jetzt schon eine Weile her. Deshalb höchste Zeit für einen weiteren Besuch.

Die Location ist eine Perle in Bern. Betritt man die Räumlichkeiten, fühlt man sich gleich in eine andere Zeit versetzt und man denkt sich, wenn diese Mauern sprechen könnten, was würden die für unzählige Geschichten erzählen können. Die dicken Mauern erinnern an die grossen Gewölbekeller in der unteren Altstadt. Mit dem grossen Unterschied, dass Tageslicht durch die Fenster scheint. Ja, im Klösterli geht es überall etwas eng zu und her. «Fürig Platz het’s nid». Aber das war möglicherweise auch der Anstoss, die massgeschneiderte Weinwand hinter der Bar einzubauen, um den edlen Tropfen, den Gästen präsentieren zu können.

Ganz klar der Eyecatcher im Weincafé.


Die Speisekarte ist übersichtlich, dafür wird sie regelmässig mit neuen Kreationen a jour gehalten. Aber es gibt auch zwei Klassiker, die auf der Karte nicht mehr wegzudenken sind. Das Entrecôte «Café de Klösterli» im Kupferpfännli und das Rindstartar, das als Vor- und Hauptspeise erhältlich ist.

Hans & Paul mussten nicht auf die Klassiker ausweichen. Die aktuelle Karte hat unseren Gusto voll getroffen. Paul hat das 3-Gang Menu geordert. Zur Vorspeise gab es Ente in zwei Variationen. Einmal als geräucherte Entenbrust und als Mousse als Entenrillette. Abgeschmeckt wurde die Kreation mit Randen, Schalotten und Preiselbeeren. Der Teller

war sehr schön angerichtet. Die Enten waren etwas gar kalt (so wie direkt aus dem Kühlschrank genommen), so konnten sie ihren Geschmack nicht voll entfalten. Der Hauptgang war ein besonderer Leckerbissen. Denn nun kommt die geschmorte Kalbshaxe

garniert mit frittierten Milken, Kartoffelpüree und Wintergemüse auf den Tisch. Die

Haxe war vorzüglich und zusammen mit dem servierten Fond und dem Wintergemüse

eine Wucht. Wir fragten uns, ob es die Milken bei dieser Kreation gebraucht hat. Zum Abschluss wurde eine Zwetschenmousse mit eingelegten Zwetschgen und Buttermilchglace serviert. Für alle Zwetschengen-Liebhaber eine wunderbare Combo. Die Buttermilchglace war der richtige Gegenpol zu den eingelegten Früchten.

Hans lies es nicht so üppig angehen. Er dachte wohl schon an die kommenden Festtage. Als Starter gab es den Brasserie-Salat. Schön angerichteter Blattsalat, der mit gerösteten Sonnenblumen- und Kürbiskernen verfeinert wurde. Hans hat eine kleine Leidenschaft und das sind Trüffel. Deshalb war es für ihn klar, dass der Hauptgang das Trüffelrisotto mit Berner Trüffel auf den Tisch kommen soll. Das Risotto war schön sämig und der Reis hatte den gewünschten leichten biss. Der gehobelte Trüffel rundete den Teller ab.


We like:

Sehr schön angerichtete Teller und die Saisonalität der Gerichte. Die Küche ist sehr kreativ und hat auch den Mut auch nicht alltägliches (Milken) auf den Teller zu bringen. Das Ambiente ist top.


We wish:

Das Licht war an diesem Abend (oberer Stock) etwas gar stark abgedimmt. Es so war so dunkel, dass man mit der Taschenlampe vom Smartphone, die Teller im Detail anschauen musste. Wie bereits erwähnt, hätte man die Ente bei der Vorspeise früher aus dem Kühler nehmen müssen, damit das Fleisch seine Geschmacksnoten entfalten kann.


Fazit:

Das Klösterli Weincafé liegt an einer wundbaren Ecke in Bern. Im Sommer ist die Terrasse eine Oase. Die Stadthektik wirkt weit weg. Es ist schön in einem so alten Gebäude in Bern ein Restaurant zu haben. Für Hans & Paul ist es bewundernswert, wie aus dieser Kleinst-Gastro-Küche so tolle Menue’s kreiert werden.


Rechnung:

3-Gang Menu CHF 74.00

Brasserie-Salat CHF 11.50

Trüffelrisotto CHF 32.50


Dank:

Herzlichen Dank an BERNCity. Die Gutscheinkarte hat einen grossen Teil der Rechnung übernommen und das Zahlen mit der Karte ging ruckzuck. Weitere Infos auf: www.berncity.ch

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