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Mappamondo, 3. September 2020

Bevor es steil in die Wildsaison geht, wollten Hans & Paul den Sommer mit etwas Italianità verlängern. Nicht pompöses sollte es sein, dafür authentisch ohne grossen Schnickschnack. In Bern gibt es eine Vielzahl von Restaurants die dafür in Frage kommen. Wir haben uns spontan für das Mappamondo entschieden. Erstens weil das Restaurant im Länggass-Quartier mittlerweile eine Institution ist und zweitens, weil Hans & Paul über das Mappamondo noch nie was geschrieben haben. Jeder der schon mal mit dem 20er Bus oder Velo, Vespa, Auto die Länggassstrasse entlangfuhr, der ist an der Fensterfront vom Mappamondo entlanggefahren. Also sicher nicht die lauschigste Ecke im Quartier. Aber dafür mitten im Kuchen.

Das Restaurant überzeugt im Inneren durch sein Ambiente. Ein hübsches Restaurant, das man so auf Anhieb nicht erwartet. Es verfügt nebst dem vorderen Restaurantteil auch über einen Speisesaal und einem riesigen Saal für Festivitäten aller Art. Ein Stück Kulturgut liegt im UG des Restaurants. Die Kegelbahn-Anlage mit vier Bahnen, die noch rege benutzt wird. Da werden Kindheitserinnerungen wach. Die Karte verfügt über einen schönen Mix durch die Italienische Küche. Ihr Steckenpferd sind die ausgewählten Menus aus dem Piemont wie zum Beispiel «Cosica di Coniglio». Die Pizzaauswahl präsentiert sich übersichtlich und hat für jeden Gusto etwas dabei. Zur Vorspeise orderten wir die Pizza Mappamondo im Format «piccolo». Die Pizza war bestückt mit Tomaten, Fior die Latte, scharfer Salami und fürs Auge belegt mit Rucola. An der Pizza gibt es nichts auszusetzen. Die Salami hatte die gewünschte Schärfe. Da musste nicht mit einem feurigen Öl nachgeholfen werden. Die Fior di Latte mit dem leicht milchigen Geschmack entfaltet sich tiptop und bildet den Gegenpol zur Salami.

Die aufmerksame Bedienung empfahl uns wärmstens die piemontesischen Gerichte auszuprobieren. Die seien «molto bene». Hans folgte der Empfehlung und bestellte sich Brasato al Barolo mit Venere-Reis und Gemüse. Paul wollte sich nochmals voll ins Meer stürzen und konnte sich nicht entscheiden. Die Lösung war die «Tris di mare alla griglia». Auf dieser Monsterplatte legten sich Wolfsbarsch, Tintenfisch und Riesencrevetten auf einem Gemüsebeet nieder. Beide Portionen waren üppig. Da gehen selbst die harten Kerle vom Bau nicht hungrig vom Tisch. Besonders Paul musste kämpfen. Die dazu gereichte Schale Risotto wurde nur knapp zur Hälfte verputzt. Die Grillplatte war richtig fein und deftig. Der Rindsschmorbraten bei Hans vermochte da mithalten. Das Fleisch zart und der Barolojus kräftig. Der brauchte es auch, denn der Venere-Reis brauchte die Sauce. Der Trendireis ist in der Regel etwas trockener als seine weissen Risottokollegen. Das Gemüse war bissfest und ordentlich abgeschmeckt.

Fazit: Das Mappamondo hat uns mit leckeren und grosszügigen Menus überzeugt. Tritt man ins Restaurant ein, ist man vom Look&Feel positiv überrascht. Ein angenehmes Ambiente, das zum Verweilen einlädt. Und wenn es nur für ein Glas Barolo ist. Wer kulinarisch etwas Bella Italia erleben möchte, der muss nicht zwingend nach Downtown Bern gehen, sondern kann mit gutem Gewissen in der Länggasse Halt machen.


We like:

Preis/Leistungsverhältnis geht voll auf. Wir hatten an diesem Abend eine coole und aufmerksame Bedienung, die unseren Tisch zu jederzeit im Auge hatte. Hier war ein richtiger Profi mit viel Erfahrung und Leidenschaft am Werk. Die Karte gefällt. Nicht eine unendlich lange Pizzaauswahl, sondern schön zusammen- und übersichtlich auf einer Seite dargestellt. Die Spezialitäten aus dem Piemont passen sehr gut ins gesamte Angebot.


We wish:

Wir können keine grossen Wünsche äussern. An diesem Abend hat das Ganze sehr gut zusammengepasst.


Besonders:

Wir danken dem Mappamondo für das Überraschungsdessert, der uns am Ende serviert wurde. Auch die süssen Speisen wussten uns zu überzeugen.

Rechnung:

Pizza Mappamondo klein CHF 18.50

Tris di mare alla griglia CHF 36.50

Brasato al Barolo CHF 33.00

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