• Marcel

Hans & Paul gehen fremd


Hans & Paul folgten dem Ruf des VIKTORIA-JUNGFRA und dem «Z’Menü Vo Hie », das im Restaurant La Terrasse serviert wird. Stefan Beer und seine Crew, das kann man vorneweg sagen, haben einen tollen Job gemacht, einfach WOW! Dazu etwas später mehr...

Hans & Paul machten sich am Freitag in Begleitung auf den Weg nach Interlaken, in DAS Hotel in der Touristenhochburg im Berner Oberland – dem VIKTORIA-JUNGFRAU. Im Hotel angekommen genehmigten sich die Giele von der Stadt einen Drink draussen an der Bar, mit Blick Richtung Berge. Leider war der Wettergott in Sachen Weitsicht nicht auf unserer Seite... Naja, dies trübte die Stimmung nicht und wir lauschten während dem Schlüfern der Drinks aufmerksam den Worten von Patrica Held (PR Coordinator), die uns über das Hotel vieles zu erzählen wusste.

Dem Besuch der Bar folgte ein Rundgang durch das Hotel. Ein «kleines Labyrinth» ist es schon, aber dank der guten Beschilderung findet der Gast den Weg ans jeweilige Ziel. Patricia führte uns durch einige Seminarräume, die an die goldenen Zeiten der Grand-Hotellerie erinnerten, zum Risotrante Sapori, dem Italiener im VIKTORIA-JUNGFRAU. Das Sapori lieferte den ersten grossen WOW-Moment des Abends. Der Raum des Ristorante ist einfach spektakulär und mit Fotos fast nicht festzuhalten. Stukatur, Deckenmalerien, Säulen, viel Holz, tolle Lampen und und und – als Gast hat man das Gefühl, man betritt ein Lokal in Mailand, Rom, Venedig oder Florenz. Schon nur die Lokalität selber ist ein Besuch wert. Hans & Paul haben erfahren, dass das Sapori sehr beliebt bei den Touristen aber auch den Einheimischen sowie den Hotelgästen ist. Der separate Eingang macht den Zutritt einfacher, da man so nicht die die «heiligen» Hotelhallen gehen muss, um sich eine Pizza & Pasta zu gönnen. Wenn wir uns das nächste Mal nach Interlaken «verirren», dann ist ein Besuch des Sapori ein Muss.

Nach dem Italiener ging es weiter durch das Hotel. Der Spa-Bereich war das nächste Ziel des Rundganges. Das VIKTORIA-JUNGFRAU bietet auf einer grosszügigen Fläche viele Möglichkeiten um sich aktiv zu betätigen (Tennis, Fitnessraum, Schwimmen um ein paar Beispiele zu nennen). Ausserdem kann man auch die Seele baumeln lassen mit dem einen oder anderen Beauty-Programm und weiteren Beratungen rundum Schönheit und Gesundheit. Sehr eindrücklich.

Für leuchtende Augen und staunende Gesichter sorgten im Anschluss die grossen Seminar- & Banketträume des Hauses. Im jeweiligen Saal stehend, fühlte man sich in eine Zeit zurückversetzt in der Könige grosse Bälle und Feste mit Musik und Tanz organisierten.

Danach ging es ins Restaurant La Terrasse zu Stefan Beer und seinem Team. Die Vorfreude und Spannung auf das, was uns erwarten wird, war riesig. Das La Terrasse ist, im Vergleich zum Sapori, ein etwas kühlerer Raum. Weiss ist die vorherrschende Farbe und die einzelnen Säulen verschaffen dem Lokal ein edles Ambiente. Bequeme Stühle und viel Platz um die einzelnen Tische laden zum Verweilen und Diskutieren ein.

Bevor es so richtig los ging, erkundigte sich das äusserst freundliche, aufmerksame, und sehr professionelle Service-Personal noch nach Allergien und prüfte nochmals die vorgängig mitgeteilten Informationen (eine Person ist Vegetarier) ab. Das war schon grosses Kino.

Um den Magen etwas auf Betriebstemperatur zu bringen, gönnten wir uns einen Apéro. Dazu wurde Brot mit Heubutter, Frischkässe aus Meiringen, Kräutergarten-Pesto und Salz aus dem Wallis gereicht. Das Brot frisch, noch leicht lauwarm serviert. Die Aufstriche, einfach herrlich. Geschmacksintensiv und süchtigmachend. Danach ging es los ging noch ein paar Worte zum «Menü Vo Hie»:

Die Produkte, die verarbeitet werden, stammen aus der ganzen Region Berner Oberland. Die jeweiligen Produzenten, teilweise auch kleinere Betriebe, sind höchstens 40 Kilometer vom Hotel entfernt. «Ausnahme»: Die Weine stammen von etwas weiter, die Produzenten befinden sich aber immer noch innerhalb der Kantonsgrenzen. Stefan Beer und sein Team haben viel Zeit investiert um Erstens sämtliche Produzenten persönlich kennenzulernen und Zweitens die vorhandenen Rohstoffe in ein Menu zu verpacken, das allen Ansprüchen gerecht wird. Die Eingrenzung sorgt für eine klare Positionierung und hat für viel Kredit und Bewunderung in der Region gesorgt und eine neue Dynamik entfacht, die der Küche zugutekommt, da plötzlich auch Ideen von Produzenten an Stefan Beer herangetragen werden. Auf der anderen Seite erfordert das konsequente Umsetzen des Mottos auch viel Flexibilität und Kreativität, da die Rohstoffe für die jeweiligen Menu endlich sind. So kann es vorkommen, dass zum Beispiel Birnen von Kirschen abgelöst werden und saisonale Zutaten später verfügbar sind (Beispiel Spargeln) als wenn diese von ausserhalb kommen.

Das «Menü Vo Hie» besteht aus:

  • Amuse Bouche

  • Frutiger Zander, Victoria’s Osietra Kaviar, Gurke oder Blumenkohlbavaroise, Gurkennage, Meiringer Frischkäse

  • Unterseener Freiland Onsen Ei, Blumenkohl, Belperknolle

  • "Mattener Swiss Cristal Gin & Tonic aus der Küche"

  • Köstlichkeiten vom Unterseener Jungrind Mattener "Chanel Nr.5"

  • "Drei Jahrgäng AOP Alpchäs vo Feuzes Bärgli" oder Romanoff’s Kür

Die Speisen sind vom ersten bis zum letzten Gang ein Steigerungslauf und jeder Gang für sich sein ein Highlight. Was Hans & Paul immer wieder beeindruckte war die frische der Zutaten sowie die Geschmacksexplosionen im Gaumen. Wo Blumenkohl angesagt wurde, kam Blumenkohl bei den Geschmacksnerven an und zwar in einer Intensität, die einfach Freude machte. Nach Salz oder Pfeffer zu fragen, das kommt einem nicht mal für ein Millisekunde in den Sinn.

Die, in unseren Augen, komplexeste Speise für den Gaumen war das Onsen Ei mit Blumenkohl und Belperknolle. Die einzelnen Zutaten sind isoliert sehr gut erkennbar, in der Summe haben sie unsere Geschmacksnerven an die Grenzen gebracht. Die vielfälligen Geschmacksrichtungen waren schon fast zu viel des Guten. Dies soll aber nicht negativ verstanden werden, denn das Gericht war, wie alle anderen, ein Hochgenuss.

Wie so oft beim Fine Dining ist das Anrichten der Speisen schon ein Highlight für sich. Auch bei Stefan Beer ist das nicht anders. Wir waren beeindruckt von der Präsentation der Speisen und wie kreativ diese dem Gast serviert wurden. Getoppt wurde dies, indem die Präsentation der einen oder anderen Speise sogar zu einem Erlebnis wurde. So kam zum Beispiel eine Schneeschaufel, ein «Gemüsegarten» oder Parfüm Flakon mit Ballonpumpe zum Einsatz. Einfach genial.

Fazit:

Das «Menü Vo Hie» ist es Wert, nach Interlaken in das VIKTORIA-JUNGFRAU zu gehen. Sei es mit oder ohne Übernachtung. Die Idee und die Umsetzung ist beeindruckend. Die Speisen sind eine Wucht. Die Präsentation macht Freude und das Personal ist einfach spitze. Stefan Beer hat mit der Idee und dem Konzept etwas erschaffen, das dem Motto aus der Region für die Region ganz neue Dimensionen eröffnet. Wir finden es einfach nur genial – Idee, Konzept, Speisen, Präsentation, Service.

We wish: Mehr dieser Art von Ideen. Mehr so sympathische «Starköche»

We like: Das «Z Menü Vo Hie» von A bis Z.

Dank:

Vielen Dank an das VIKTORIA JUNGFRAU für die Einladung. Merci für die Organisation an Compresso, im speziellen an Doris Graf, und Patrica Held vom Hotel. Ein grosses DANKESCHÖN an Stefen Beer und sein Team für das tolle Gastro-Erlebnis und für das Beantworten unserer Fragen während und am Ende des Abends. Das war grosses Tennis.

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