• Marcel

BAY - MODERN BRASSERIE


Am 6. März 2018 eröffnete an der Hodlerstrasse 16, zwischen Kunstmuseum und Lorrainebrücke, die Modern Brasserie «Bay». Was es mit dem «Modern» auf sich hat, versuchten Hans & Paul bei Ihrem Besuch ausfindig zu machen.

Das Haus liegt nicht direkt an der Strasse, sondern etwas versteckt, quasi in der zweiten Reihe, dafür mit einem wunderbaren Blick auf die Aare, Kornhausbrücke und gegenüberliegenden Kursaal. Unterstützend zu Googlemap half die Kreidetafel bei der Einfahrt, das Bay zu finden.

Wir haben an diesem Donnerstagabend auf 18:30 Uhr reserviert. Entsprechend waren noch wenige Tische besetzt. Das gibt die Gelegenheit, die Räumlichkeiten näher zu inspizieren. Das «modern» hat bei der Ausgestaltung der Räumlichkeiten den Stempel aufgedrückt. Der Raum mit der grossen Fensterfront nimmt eine dominante Rolle ein. Dekoelemente wurden sehr dezent eingesetzt. Die kleinen eckigen Tische mit dunkler Granitplatte unterstreichen das moderne technoide Design. Wir waren zu dritt unterwegs und durften uns dann an einen solchen 2er Tisch hin quetschen. OK,

dachten wir, heute Abend wird das Restaurant wohl ausverkauft sein, dass nicht zwei 2er Tische für die Reservation zusammengestossen wurde.

Nach dem alle Beine irgendwie unter dem Tisch versorgt waren, haben wir uns zum Einstimmen ein kleines Bier bestellt. Der ideale Begleiter zum Studieren der Speisekarte. Die Karte bietet einen guten Abriss über Fisch- zu Fleisch und Vegi-Gerichten.

Zum Einstieg wurde folgende Starter bestellt:

  • Avocado Maki mit Bulgur, Okara, Apfel, Granatapfel und Pinienkernen

  • Gebeiztes Bachsaiblingfilet, garniert mit Rogen, Fenchel, Röstbrot und Sauerrahm

  • Ziegenkäse im Brickteig, garniert mit Waldhonig, Randen, Baby Leaves

Der Avocado war solide, in der Summe eher zu viele Beilagen belegt, die neben der Avocado ihren Geschmack entfalten wollten. Der Saibling in der Kombination mit dem Fenchel und Sauerrahm überzeugte. Eine echt gelungene Vorspeise. Leider nahm die Portion schon fast eine homöopathische Grösse an. «Äs bizeli vieu meh» hätte es für die 18 Franken sein dürfen. Von den dreien ist der Ziegenkäse etwas abgefallen. Respektive hat uns die neue Interpretation nicht gefallen. Der Ziegenkäse, der aussah wie eine zu grosses Bräzeli, war kross durchgebacken. So hat der Käse fast vollends seinen Urgeschmack verloren.

Nach dem ersten Gang einen ersten Check in die Runde. Mittlerweile ist das Restaurant knapp zur Hälfte gefüllt. Da kommen sicher noch welche….

Jetzt kommen die Hauptgänge:

  • Coq au vin blanc serviert mit Tagliatelle, Gemüsejulienne und Crispy Chip

  • Flankensteak mit Kartoffelstampf, Gemüsejulienne und Sauce Hollandaise

  • Murtensee Zander an Hummer Beurre Blanc serviert mit Zitronentagliatelle und grünes Gemüs

Als Sieger von den dreien ging das Flankensteak hervor. Schön saftig und zart und auf den Punkt gebraten. Der Kartoffelstampf hätte einen Tick heisser sein dürfen. Auf dem zweiten Platz der Zander aus dem Murtensee. Schön angerichtetes Teller, der Zander perfekt gebraten. Die Hummersauce hätte mehr nach Hummer schmecken dürfen. Auf dem dritten Platz der Coq au vin blanc. Hmmm… was soll man sagen. Gekocht war der Güggel einwandfrei obwohl es optisch nicht zwingend danach aussah, einfach dieser Anblick, der weisse Coq au vin wollte uns einfach nicht gefallen. Zu sehr waren wir vom Bild der schweren roten Weinsauce geprägt. Diese Interpretation eines alten Rezeptes ist nicht rübergekommen.

Was uns aufgefallen ist:

Der Service war freundlich mit einer Prise jugendlicher Frechheit mit den Sprüchen. Ausserdem gab es bei einten oder anderen Mal etwas zu lange Wartezeiten, was evtl. daran gelegen haben könnte, dass die Maschine im Bay noch nicht perfekt geölt ist.

Zusammenfassend: Das Bay zieht das Motto, Brasserie modern interpretiert, in der Ausgestaltung wie auch auf der Karte konsequent durch. Das gefällt. Was uns weniger gefallen hat sind die kleinen Portionen. Da wird auf der unteren Mengenskala angerichtet. Und uns ist immer noch ein Rätsel, weshalb wir zu dritt an einem zweier Tisch gesessen sind. Denn bis zum Schluss hat sich das Restaurant nicht über die Hälfte gefüllt. Mit der Zeit wusste man(n) nicht mehr, wie er auf dem Stuhl sitzen sollte, um den Beinen etwas Auslauf geben zu können. Der schöne Ausblick auf die Aare konnte dies ein stückweit kompensieren.

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